Wenn das Haus erzählen könnte...


... es würde nicht nur über die vielen Umbauten, Umnutzungen und Renovierungen erzählen, es würde auch von den Menschen, die in ihm gelebt haben, erzählen.
Ihr Leben war geprägt von viel Arbeit und vielen Schicksalsschlä- gen, aber auch von ganz viel Freude an ihrer Arbeit und mit den Gästen des Gasthofs.

 

1882 kaufte Hermann Küpper das Haus und führte zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth einen Kolonialwarenhandel, eine Backstube und die Gaststätte. Sie betrieben auch eine kleine Landwirtschaft mit Kühen und Schweinen. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Bernhard, Maria und Johanna Küpper.

Bernhard Küpper, Bäckermeister, übernahm zusammen mit seiner Ehefrau Katharina das Geschäft seiner Eltern. In diesen Jahren wurden hier die Hostien für die benachbarte Kirche St. Pankratius gebacken. Er galt als besonders lebensfroher Mensch - ältere Dingdener wissen noch viele Anekdoten zu erzählen.
Im Alter von 46 Jahren starb er an den Folgen eines Autounfalls.

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters änderte der Sohn Hermann seine Schullaufbahn und machte eine Ausbildung zum Kaufmann. In den Jahren nach dem Krieg steckte er zusammen mit seiner Ehefrau Agatha seine ganze Energie in den Ausbau des Gasthofs. Den Kolonialwarenhandel wandelten sie in ein modernes Lebensmittel- geschäft, das im Stil der 50er Jahre dem alten Gebäude angegliedert wurde. 1965 gestalteten sie die Gasträume neu. Ihre verwandschaftlichen Beziehungen zu Münster finden sich im Stil des Gasthofs wieder. Während Agatha Küpper sich vorwiegend um das leibliche Wohl der Gäste kümmerte, war Hermann Küpper der Gastwirt, der wegen seines Humors, seiner Freundlichkeit und seiner Vorliebe für Zigaretten bekannt war.
Das Ehepaar hatte drei Kinder: Hermann, Martha und Annette.

Seit 1971 - nach der Ausbildung zum Hotelfachmann im Gasthaus Leve, Münster - arbeitet der Sohn Hermann  im elterlichen Betrieb. Zusammen mit seiner Ehefrau Agnes ist es ihm gelungen, den Gasthof zu einem Treffpunkt für viele Dingdener und auswärtige Gäste zu machen. Die besondere Atmosphäre, gutes Essen, freundliche Bedienung, Biergarten im Sommer oder auch ein Mehrgangmenu an einer festlich gedeckten Tafel - das ist es, warum sich die Gäste wohl fühlen. Auch ihre fünf Kinder Evi, Jan, Lena, Luise und Marie fühlen sich eng mit dem Betrieb eng verbunden.

Im Jahr 2015 haben sich Lena (geb. 1986) und ihr Ehemann Tobias Wolberg (geb. 1983) entschlossen, den Gasthof Küpper weiterzuführen. Seit dem 1. Januar 2016 ist Lena offizielle Inhaberin des Gasthofs – und somit wird er nun in mittlerweile fünfter Generation geführt. Aber die vierte Generation ist nach wie vor nicht aus dem Gasthof wegzudenken: Zu viert bringen Lena, Tobias, Agnes und Hermann ihn nun einen weiteren Schritt nach vorne – mit der guten alten Tradition, aber auch mit viel Neuem im Blick.

Somit wird der Gasthof seit fünf Generationen von der Familie Küpper mit Freude, Engagement und mit viel Liebe geführt.

Gasthof Küpper    Weberstr. 21    46499 Hamminkeln-Dingden    Telefon: 02852-2114    eMail: info@gasthofkuepper.de